1. Der Fuhrpark. Besteht im Wesentlichen aus 30 Jahre alten Mercedes-Limousinen, japanischen Geländewagen (im Binnenland) und Eselskarren.
2. Ampeln. Im ganzen Land ungefähr 10. Dafür ab und zu Polizisten, die den Verkehr regeln.
3. Kreisverkehr. Gibt es ab und zu. Dann meistens überdimensioniert.
4. Öffentlicher Transport. Auf den Hauptachsen (von Nouakchott nach Nouadhibou, Atar und evtl. Nema) gibt es Minibusse mit festen Zeiten. Ansonsten die sogenannten Buschtaxis (taxi-brousse), in dem sich ca. 10 Menschen in einen Mercedes-Kombi quetschen, Gepäck auf dem Dach. Ein Fall für Stoßgebete, aber es gibt keine Alternative.
5. Kamele: ein häufig auftretendes Hindernis, das sich nicht groß um den Verkehr kümmert und zum Bremsen zwingt.
6. Ziegen (I). Was die Kamele außerorts sind, sind die Ziegen innerorts: ein Ärgernis. Die Mauretanier lassen ihr Vieh auch in der Stadt frei herumlaufen.
7. Ziegen (II). Sondergepäck, das in einem Sack verschnürt auf dem Dach eines Busses transportiert wird. Als ich meiner Verwunderung über diese Reisegefährten äußere (die Viecher schreien wie am Spieß), wird mir beschieden, dass dies normal sei. Vor dem muslimischen Opferfest sind es wohl gerne auch mal 10 Stück!
8. Schlaglöcher. Gibt es viele. Der Fahrer meines Buschtaxis nach Rosso wich ihnen gerne aus und fuhr dann am äußersten linken (!!!) Rand der Straße.
9. Pisten. Der Weg nach Ouadâne, Chinguetti und andere historische Stätten verläuft teilweise oder ganz über sie. Wirbeln viel Staub auf.
10. Checkpoints. Gibt es sehr viele, und zwar von verschiedenen Institutionen (Polizei, Gendarmerie, Surete Nationale). Dann dauert es eine Viertelstunde, bis die Herrschaften die Passdaten des reisenden Ausländers kopiert haben – es sei denn, man hat in rauhen Mengen “fiches” (Fotokopien des Passes) dabei. Unverzichtbares Reiseutensil.
11. Verkehr. Glücklicherweise weniger dicht als in Neapel, denn...
12. Regeln. Keine.
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